Erster Weltmeister im Staplerfahren kommt aus Deutschland!

Stefan Theissen aus Bad Neuenahr ist der beste Staplerfahrer der Welt. Jimmy Vleminx aus Belgien wird Zweiter, Antonio Martinez aus Spanien belegt den dritten Rang beim Wettkampf unter den fähigsten Gabelstaplerfahrern der Welt. Rolf Müller aus Tuningen erobert den Titel Deutscher Meister.

Mehrere tausend Staplerfahrer kämpften in den vergangenen Monaten in aller Welt um die Qualifikation für das große StaplerCup-Finale in Deutschland – die 21 Besten aus 17 Nationen kreuzten heute die Gabeln bei der ersten Weltmeisterschaft im Staplerfahren, der World Championship Single auf dem Schlossplatz in Aschaffenburg. Das Maß aller Dinge auf dem Gabelstapler ist Stefan Theissen, der sich den Titel des besten Staplerfahrers der Welt mit einer überragenden Vorstellung sichern konnte. Der zweite Platz in dem heißumkämpften Wettbewerb ging an Jimmy Vleminx aus Belgien, Rang drei eroberte Antonio Martinez aus Spanien. Im Wettbewerb um die deutsche Meisterschaft siegte zuvor Rolf Müller aus Tuningen vor Jörg Klößinger aus Petersaurach und Michael Neumann aus Hennigsdorf.

Weltmeister
 
Die ersten Weltmeisterschaften zum Jubiläum und ein Champion mit Nerven wie Drahtseilen
Bereits im zehnten Jahr hieß es beim StaplerCup: Wer sind die Besten im Staplerfahren? Um Titel auf Weltniveau ging es jedoch zum allerersten Mal: Im Team und als einzelne Fahrer zeigten Staplerprofis aus 18 Nationen ihr atemberaubendes Können und millimetergenaue Geschicklichkeit auf den Gabel- und Schubmaststaplern.

Theissen, Deutscher Meister von 2012 und 2013, der am Freitag bereits mit dem deutschen Team vor China und Ungarn den Titel des World Champion Team gewinnen konnte, startete mit viel Ruhe in den Wettbewerb. Nach dem Viertelfinale führte er bereits das Feld an. Spätestens im Halbfinale ließ er keinen Zweifel mehr über seine Klasse zu: Ohne den kleinsten Fehler und in Bestzeit manövrierte er einen Stapler, auf dessen Zinken Bowlingkugeln lose in einer Schiene lagen über mehrere schräge Hindernisse. Auch im Finale ging Theissen das Stapeln eines atemberaubenden hohen Turmes langsam und besonnen an und das zahlte sich am Ende aus. Sein Konkurrent Antonio Martinez aus Spanien, der bis dahin alle neun Kisten schneller als Theissen aufeinandergetürmt hatte, konnte das Zusammenbrechen seines Turms vor Erreichen der Schlussposition auch mit regelrecht artistischen Ausgleichsmanövern nicht verhindern. Mit Nerven wie Drahtseilen nutzte Theissen diesen Vorsprung, um seine sieben Meter hohe Last unter den begeisterten Anfeuerungen des Publikums am geforderten Platz abzusetzen.
 
„Ein unglaubliches Gefühl!“ jubelte der Deutsche den Tränen nahe vom obersten Podest des Siegertreppchens herab. „Ich habe alle Titel, die es in diesem Wettbewerb je gegeben hat gewonnen! Ich bin überglücklich!“ Aber auch den Kollegen aus Belgien und Spanien stand die Freude über ihren Erfolg ins Gesicht geschrieben.
 
Routinier Rolf Müller gewinnt Deutsche Meisterschaft
Bei der Deutschen Meisterschaft hatte Theissen, Angestellter der Bernards Logistik KG in Bad Breisig, sich in der Vorrunde für die Weltmeisterschaft qualifiziert, wurde aber vom künftigen Meister im Halbfinale aus dem Wettbewerb um den nationalen Titel geworfen: Rolf Müller füllte mit seinem Stapler einen Plexiglasbehälter schneller mit bunten Plastikbällen als der Mann aus Bad Neuenahr. Im Finale traf Müller dann auf den Franken Jörg Klößinger, der sich erst durchs Viertelfinale gezittert hatte und schließlich als ehemaliger Meister mit der Last des Favoriten in die Endausscheidung ging. Nur wenige Zentimeter bevor Klößinger seinen Turm aus Schaumstoffbauteilen und Tennisbällen auf die Schlussposition heben konnte, fiel das Gebilde in sich zusammen. Die Chance nutzte Müller souverän, um seine Aufgabe in aller Ruhe zu beenden. Anders als Michael Neumann, der ebenfalls einen zweiten Anlauf nehmen musste und damit hinter dem Helukabel-Angestellten Klößinger auf dem dritten Platz landete.

Deutscher Meister

Seit Donnerstag kämpften auf dem Aschaffenburger Schlossplatz über 170 Staplerfahrer um die Titel „Firmen-Team-Meister“, World Champion Team, Deutscher Meister und Weltmeister im Staplerfahren. Weltmeisterlich war auch das Rahmenprogramm: bereits am Donnerstagnachmittag gab sich Welttorhüter Oliver Kahn die Ehre; ebenso wie der mehrfache Boxchampion of the World Henry Maske, der am Samstagvormittag zu Gast war, bewies er, dass sportliches Geschick und der Ehrgeiz eines Champions auch an der Staplergabel zu Erfolg verhelfen. Beide legten starke Zeiten für den am Samstagnachmittag ausgetragenen PromiCup vor, mit dem der wohltätige Verein StaplerCup hilft e.V. jedes Jahr für überwiegend aus der Region stammende Hilfsprojekte sammelt. Sängerin Christina Stürmer, Fechtweltmeister Benedikt Wagner, der bayerische Staatsminister Bausback sowie einige weitere ViP-Gäste erstapelten gemeinsam 7.000 Euro, die für bedürftige Kinder, Jugendliche und alte Menschen genutzt werden können.
 
Im Jubiläumsjahr und anlässlich der Weltmeisterschaft lockte der StaplerCup über 17.000 Fans, Besucher und Medienvertreter aus dem In- und Ausland in die Aschaffenburger Innenstadt; hier präsentierten sich von Donnerstag bis Samstag Partnerunternehmen sowie Unternehmen aus der Region mit Infotainment-Angeboten, Mitmach-Aktionen und Gewinnspielen. Zum Abschluss der Veranstaltung boten die Organisatoren allen Teilnehmern, Fans und Besuchern ein besonderes Highlight: Direkt im Anschluss an die Siegerehrung des deutschen Meisters und des ersten Weltmeisters im Staplerfahren schloss die österreichische Popqueen und ECHO-Gewinnerin Christina Stürmer mit einem Gratis-Open-Air-Konzert vor über 6.000 Fans den ersten Forklift WorldCup 2014 würdig ab.

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